Antiquaria 2021 – Spezialkatalog

Mutationis

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AUTOGRAPHEN / HANDSCHRIFTEN

Lavant, Christine – Maschinengeschriebener Original-Brief an D. A. (Dieter Arendt) vom 4. 1. 1970. 1 Seite.
Bestell-Nr.: 40949                                                                       240,00 €
Der Brief, der als“ Brief an Arendt Abschrift“ überschrieben ist, wird als Reaktion auf einen Lavant-Aufsatz von Arendt verstanden, der sich mehrfach mit den Gedichten der Dichterin auseinandergesetzt hat, u. a. in „Welt und Wort“ 1961 und 1963. Lavant setzt sich auf hohem abstrakten Niveau mit dem Unterschied von Bild und Begriff auseinander. Dabei wird beispielweise auch die Sprache von Günter Grass negativ bewertet: „Vor seinen Bildern steht immer sein „Selbst“, führt einen Veitstanz in unserem Sinne vor seinen eigenen Einfällen aus…“. Dieter Arendt (1922–2015) war Professor für Deutsche Literatur an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Brief liegt dem Gedichtband „Der Pfauenschrei“. Müller, Salzburg 1962 bei, der aus dem Besitz von Dieter Arendt stammt und einen entsprechenden Hinweis enthält. (Schutzumschlag unschön eingerissen). Der Brief ist 2 Mal gefaltet worden.

Lavater, Johann Caspar – Original-Brief an „Herrn Meißner in Dreßden“. Datiert den 8. April 1783. Brief mit aufgebrochenem Siegel. Der Brief besteht aus 11 Zeilen und ist von Lavater mit vollem Namen unterschrieben.
Bestell-Nr.: 40966                                                                          480,00 €
August Gottlieb Meißner (* 3. November 1753 in Budissin, Markgraftum Oberlausitz; † 18. Februar 1807 in Fulda) war ein deutscher Universitätsprofessor und Schriftsteller der Aufklärung. Er gilt als einer der Begründer der deutschsprachigen Kriminalerzählungen. Der Brief nimmt Bezug auf zwei Schriften von August Gottlieb Meißner mit dem Titel „Brenkenhof“ („Leben Franz Balthasar Schönberg von Brenkenhof“, Leipzig 1782 und auf eine Kriminalgeschichte mit dem Titel „Skizze“. *Mit den brieftypischen Faltungen. Papier stockfleckig.

Schartenmayer, Ph. Ul. (d. i. Friedrich Theodor Vischer) – Handschr. Abschrift eines Gedichts mit dem Titel: „Herrenberger Attentat in fromme Reime gebracht von Ph. Ul. Schartenmaier“ (sic!). 6 B. Format 16 x 10 cm.

 

 

 

Bestell-Nr.: 40965                                                                     220,00 €

Vischer hat sich immer wieder bei satirischen Texten mit dem Pseudonym Philipp Ulrich Schartenmayer betitelt. Die Abschrift stammt nicht von Vischer selber. Es befindet sich ein Name auf dem Vorderen Blatt: Unrath, der wohl der Abschreiber war. Der Inhalt des langen Gedichts bezieht sich auf einen Vorfall in Herrenberg. Dort hatte sich ein Bürgermeister aus dem Gäu im Gefängnis erhängt. Dekan Kapf, der in der württembergischen Geistesgeschichte eine unrühmliche Rolle spielte, verweigerte die Bestattung des Selbstmörders auf dem Friedhof: „Wer das Leben sich genommen / Darf zur Kirchhofsruh nicht kommen, / Weils sonst schwere Hagelsnoth / Heuer unsrer Markung droht.“ Das Gedicht endet mit dem Satz: „Merkt euch, wie‘ ein Elend sei / Um die Pietisterei“. Eine Transkription des in Kurrentschrift geschriebenen Textes liegt bei. *Papier gebräunt und etwas fingerfleckig. Einige Blätter leicht eselohrig.

Privates Buchverzeichnis – Einzigartiges Dokument: Teilweise kommentiertes privates Verzeichnis der Bücher der bildungsbürgerlichen Bibliothek einer Frau. Blindband mit ca. 300 Bl. und seitlichem Register. Halbleder mit Rückenbeschriftung 8°.
Bestell-Nr.: 40930                                                                             100,00 €
Die enorme Fülle an guter Literatur überrascht! Die Einträge beginnen um 1948 mit folgendem sicher der schlechten Informationslage nach dem 2. Weltkrieg geschuldeten Satz: „1840 hatte Stuttgart 40 000 Einwohner, darunter waren 241 Dichter – und heute (1948) 10 mal mehr Einwohner und nicht einen einzigen Dichter“. Weiter unten: „Auf Hitlers Befehl dummerweise einen ganzen Waschkorb voll guter Bücher verbrannt!“, *Rücken und Lederecken leicht berieben und etwas aufgehellt.

 

GRAFIK

Buchheims Big-Poster Calendar – Pi Pa Pop 1969. 13 Popart-Poster. Bucheim-Verlag, Feldafing 1968. Format ca. 61 x 45 cm ,
Bestell-Nr.: 40946                                                                                180,00 €
Die Poster zeigen alle die gleiche „Handschrift“, der Künstler oder die Künstlerin ist nicht angegeben. In den knalligen Bildern sind Elemente des Jugendstils und der Popart vereinigt worden! *Kanten minimal berieben.


Grote, Luise
– Modezeichnung aus den 20er-Jahren. Kolorierte Bleistiftzeichnung. Signiert mit „Grote 28“. Blattgröße ca. 32 x 24 cm, unter Passepartout und gerahmt.
Bestell-Nr.: 40977                                                                              120,00 €
Luise Grote stammt wohl aus Bremen und hat u. a. Spiele für den Maier-Verlag in Ravensburg entworfen (Anziehpuppen). *Papier leicht knittrig.

Henninger, Manfred – Original-Radierung: Frauenakt mit 3 Gänsen (?) und 3 Äpfeln (?) in der Hand. Blattgröße ca. 33 x 48 cm. Bildgröße ca. 25 x 33 cm. Vom Künstler mit Bleistift signiert und datiert 1960.

Bestell-Nr.: 40960                                                                               90,00 €
*Sehr guter Zustand.

Jessen, H. (Künstler) – Hamburgische Costüme. 9 Tafeln. Verlag von B. S. Berendsohn, Hamburg um 1850. 9 Bl. in goldgepr. Original-Leinen 4°,
Bestell-Nr.: 40975                                                                                 135,00 €
Die 9 kolorierten lithographierten Trachtendarstellungen von H. Jessen zeigen Landmädchen aus den Vierlanden bei Hamburg / Landleute aus den Vierlanden / Hamburger Dienstmädchen / Hamburger Fischfrauen / Hamburger Buttermädchen / Bardowickerinnen / Altenländerinnen / Altenwärderinnen / Helgolander. *Einband berieben, Rücken eingerissen. Innengelenk gebrochen. Die Blätter sind leicht gebräunt und leicht fleckig.

Klee, Fritz – 2 abstrakte Pastellzeichungen als ornamentale Kompositionen. Blattmaße ca. 30 x 22 bzw. 30 x 23,5 cm. Beide Blätter signiert „Fritz Klee“ und datiert 1948 bzw. 1953. Ein Blatt in Passepartout montiert. Beide Blätter sind gerahmt.

 

 


Bestell-Nr.: 40976                                                                                 190,00 €

Klee war ein bedeutender deutscher Porzellangestalter, Architekt und Zeichner (1876 Würzburg bis 1976 Stuttgart), Studium der Architektur an der Technischen Hochschule in München. 1907–39 Leiter der neu gegründeten Staatlichen Porzellanfachschule Selb, 1917–22 parallel auch künstlerischer Leiter der Lorenz Hutschenreuther AG, für die er bis 1939 zahlreiche Entwürfe lieferte, 1939 Umzug nach Stuttgart-Sillenbuch und fortan Beschäftigung mit der abstrakten Zeichnung und Collage bis ins hohe Alter. *Papier beider Blätter gebräunt.

Kößlinger, Ernst – Kleine Kößlinger-Sammlung aus dem Besitz des Buchbinders und Grafikers Gotthilf Kurz: 6 Original-Radierungen unterschiedlicher Formate, 2 von Kößlinger gestaltete Weihnachtsgeschichten von 1986 und 1987 (mit einer handkolorierten Original-Radierung – siehe Foto) je mit einer handschriftlichen Widmung für G. Kurz. Kleiner Ausstellungskatalog der Galerie am Dürerhaus in Nürnberg zu einer Kößlinger-Ausstellung im Jahr 1972.
Bestell-Nr.: 40961                                                                                 350,00 €
Kößlinger (geb. Jahrgang 1926 in München) machte eine Lehre zum Gebrauchsgrafiker u. a. bei Prof. Georg Trump an der Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker in München. Besonders bekannt wurde Kößlinger durch seine zahlreichen Briefmarken-Entwürfe für die Deutsche Bundespost. Später Dozent für Grafik-Design an der Akademie für das Graphische Gewerbe (hier Kollege von Gotthilf Kurz) und an der Fachhochschule München. Weitere Bilder auf Anfrage.


StöhrerStöhrer, Walter
– Composition ohne Titel. Original-Radierung auf Büttenpapier. 1990. Platte ca. 22 x 17 cm, Blattmaße ca. 26 x 22 cm. Blatt unter Passepartout gerahmt,

 

 


Bestell-Nr.: 41077                                                                                 210,00 €

Nr. 216 von 500 Exemplaren von Stöhrer monogrammiert und nummeriert. Der Grieshaber-Schüler Stöhrer (1937-2000) stammte ursprünglich aus dem Schwarzwald, lebte aber hauptsächlich in Berlin. *Das Monogramm Stöhrers einschließlich Jahreszahl (90) auf dem unteren rechten Blattrand sind stark verblasst und kaum noch zu erkennen. Sehr guter Zustand.

Stöhrer
Stöhrer, Walter
– Composition ohne Titel. Original-Radierung auf Büttenpapier. Platte ca. 25,5 x 17 cm, Blattmaße ca. 30 x 22 cm. Blatt unter Passepartout gerahmt.
Bestell-Nr.: 41076                                                                                270,00 €
Nr. 124 von 150 Exemplaren von Stöhrer signiert und nummeriert. Der Grieshaber-Schüler Stöhrer (1937-2000) stammte ursprünglich aus dem Schwarzwald, lebte aber hauptsächlich in Berlin. *Sehr guter Zustand.